Der Stockkampf


Zum Stockkampf folgendes:
 

Stockkampf ist eine Bezeichnung für verschiedene Kampfsportarten und Kampfkunststile, bei denen ein kurzer oder langer Stock (oder Stab) als Waffe eingesetzt wird.

In zahlreichen Kampfkunststilen / Kampfsportstilen werden Stöcke als Waffe eingesetzt.


Die Stockkampftechniken die ich in der Wing Tshun Schule / in der Kampfkunstakademie Hamm unterrichte, sind aus den philippinischen Stockkampfkünsten entliehen. 

Verantwortungsbewusste Lehrer unterrichten ihre Schüler zunächst ohne Waffen.


Wenn es dann soweit ist, wird mit etwa 70 cm langen Stöcken aus Rattan Holz Doppel- und Einzelstocktechniken trainiert. Bei fortgeschrittenen Schülern werden die Prinzipien des Stockkampfes auf andere Aspekte der Kampfkunst ausgeweitet, bzw. übertragen.

Auch im traditionellen philippinischen Stockkampf geht es nicht nur um die Verteidigung unter Zuhilfenahme von Waffen, auch die Stockkampfkünste beinhalten Techniken zum Schlagen, Treten, Hebeln und Würgen.

 

Die im Wing Tshun gelehrte Waffentraining mit dem Rattan Stock kann auch als Vorbereitung im Hinblick auf den Wing Tshun typischen Langstock und auf die Doppelmesser gesehen werden, die oftmals nur den höher graduierten Schülern vorbehalten sind.


Die Verwendung des zum Training benutzten Rattan Stocks kann in drei Teilen beschrieben werden. Im Folgenden wird die gängigste Haltung erläutert. Neben ihr existieren allerdings noch andere Griffarten des Kampfstockes.

Am unteren Drittel wird der Stock gehalten, zwischen Stockende und Hand wird eine Handlänge Platz gelassen. Dieses Ende wird Butt  genannt und wird auf kurze Distanzen eingesetzt.


Mit dem mittleren Teil des Stockes wird geblockt.


Das obere Drittel des Stockes dient zum Angriff. Es wird versucht mit den oberen Drittel oder gar mit der Spitze den Gegner zu treffen, da hier die Aufschlagswucht und die Reichweite am größten sind.

Stockkampf ist eine der seltenen Kampfkünste, deren Ausgangspunkt der Einsatz von Waffen ist. Die Waffe kann als Verlängerung des Körpers betrachtet werden und wird mit zunehmendem Können nicht mehr als Fremdkörper empfunden. Techniken gibt es z. B. für den Kampf mit zwei Stöcken, mit einem Stock, mit einem Stock oder ohne Waffen gegen einen bewaffnete Angreifer.


Heute geht es im Stockkampftraining u.a. darum, verschiedene Aspekte des Waffenkampfes zu behandeln; Entwaffnungstechniken, sowie andere Möglichkeiten der Verteidigung gegen Angriffe mit und ohne Waffen gehören ebenso zum Repertoire wie letztlich auch die waffenlose Umsetzung der Kampfprinzipien und Strategien. 

 

Ziel ist es: Die Angst vor einem bewaffneten Gegner zu verlieren – denn selbst Dinge des täglichen Gebrauchs, wie Regenschirm oder sogar Kugelschreiber können wirkungsvoll als Waffe eingesetzt werden.

Durch Benutzung eines Gegenstandes muss der Kraft und dem Gewicht des Gegners keine allzu große Bedeutung beigemessen werden – entscheidend ist die Geschicklichkeit im Umgang mit der Waffe.

 

Bitte keine Berührungsängste!


Unser Waffentraining wird in einer sportlichen, freundschaftlichen Atmosphäre angeboten. Hier wird niemand überfordert oder einem hohen Verletzungsrisiko ausgesetzt. Zudem werden gezielt Lehrgänge angeboten um auch Newcomer im Umgang mit dem Rattan Stock zu schulen.